Im Spiegel gibt es einen sehr hervorragenden Artikel zur Verbotshysterie, die aktuell um sich greift. Rauchen, Trinken, Essen, Fahren, Sex – alles, was irgendwie Spaß macht oder machen kann, wird reguliert, verboten oder gar kriminalisiert. Und was Jenny Hoch in dem Artikel richtig anmerkt: das kommt nicht primär von oben, das kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Genauso übrigens, wie der Großteil der Deutschen hinter den Ideen unseres Innenministers stehen. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt erst in letzter Zeit merke oder ob das tatsächlich so ist, aber ich habe das Gefühl, daß sich die Gesellschaft zunehmend verspießt.1
Ohne daß es mich im Moment noch persönlich betrifft, möchte ich in einer Gesellschaft leben, in der die Bürger die Freiheit haben, zu rauchen, zu trinken, zu begatten und zu tun, was und wo sie wollen, ohne vom Staat oder den besorgten Mitbürgern überwacht, genervt und gegängelt zu werden.
[via Cynx, Bild CC von Reeve Baily, Überschrift von den Queens of the Stone Age]
- Und wenn das von einem verheirateten wassertrinkenden, kombifahrenden Nichtraucher mit 9-to-5-Bürojob kommt, dann kann doch was nicht stimmen. [↩]