Es ist jetzt schon ein paar Tage her, daß Twitter die Einstellungen für die @replies für alle zwingend so geändert hat, daß man nur noch Antworten auf Tweets von Leuten zu sehen bekommt, denen man selbst folgt.
In meinen Augen war das sowieso die sinnvollste Option, denn sie hat den Noise-Level des Streams halbwegs niedrig gehalten und einen sehr schön davor bewahrt, halbe Konversationen ohne Zusammenhang zu sehen. Aber es gibt eine gewisse Gruppe von Leuten, die nun der Meinung ist, daß sie gerade diesen Noise-Level und das damit verbundene Auffinden eventuell neuer Twitter-Kontakte für ihr persönliches Glück brauchen und bis zur Änderung der Einstellung funktionierte das ja auch ganz nett paralell. Jetzt haben sich aber ein paar Klugscheißer, die es ganz schrecklich finden, daß nicht jeder ihrer Follower alle ihre Tweets zu sehen bekommen, in den Kopf gesetzt, vor jeden @reply irgendeinen Text zu schreiben – ob das nun ein #fixreplies oder ein Punkt ist.
Die ohnehin grandiose Jina Bolton hat schon Recht:
Nur weil Twitter nicht mehr so funktioniert, wie sie es wollen, ändern sie ihr Verhalten in einer Form, daß sie es den Leuten, die ihnen folgen, ihre Replies aufzwingen – mit einem ziemlich offensichtlichen Effekt:
Tatsächlich wäre es die logischste Lösung, auf den Unfollow-Button zu klicken und damit das Problem lösen. Das funktioniert auch hervorragend bei weak ties, bei Leuten, von denen man aber doch regelmäßig hören möchte und mit denen man gerne auch über Twitter kommuniziert, ist das erstmal keine Option. Deswegen werde ich den armen @jmtosses, der meine Prefix-Reply-Wut hier blitzableiten muss, einfach weiter beschimpfen, bis entweder er damit aufhört oder Twitter das Problem anderweitig löst.


