LostFocus

A weblog by Dominik Schwind

I have nothing to say, really.

Fuck off.

Multilingualität in Social Networks

Almost the same text is in English over here.

Schon seit einer ganzen Weile überlege ich mir schon, wie man in Social Networks mit Mehrsprachigkeit umgehen kann.
Gerade wenn Dienste noch jung sind – und ich habe das besonders bei Flickr, Twitter und Facebook bemerkt – ist die Lingua Franca erstmal Englisch, auch unter Usern, die eine weitere gemeinsame Sprache sprechen. Das hat den großen Vorteil, daß sich relativ schnell Konversationen zwischen Menschen unterschiedlichster Nationen und Muttersprachen ergeben, was eigentlich für mich den großen Reiz des Internets ausmacht.

Sobald eine Plattform nun etwas populärer wird oder auch von sich aus unterschiedliche Sprachen anbietet, ergibt sich oftmals das Bild, daß die Benutzer die Plattform vermehrt in ihrer Muttersprache verwenden – was so verständlich wie okay ist. Es führt aber zu einem Problem, das ich schon seit einer Weile habe, da ich auf den meisten Plattformen einen ziemlich wilden Mix an Freunden aus unterschiedlichen Ländern und Freunden, Kollegen und Verwandten hier aus Deutschland als Kontakten habe.

In dem Moment, in dem nun, ob auf Flickr oder Facebook, meine social objects auf Deutsch kommentiert werden, merke ich, daß sich internationale Freunde, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, aus den Konversationen zurückziehen oder gar mir im Backchannel – Messenger, Email, Direct Messages – sagen, daß sie eigentlich keine Lust haben, noch groß meine Bilder zu kommentieren, wenn das Gespräch gleich ins Deutsche wandert. Und genauso geht es mir natürlich auch, wenn unter einem Bild nur Kommentare auf Chinesisch, Russisch, Bayrisch oder einer der anderen von tausenden von Sprachen, die ich nicht verstehe, zu finden sind – mein Interesse, dann inhaltlich höchstwahrscheinlich komplett unpassend auf Englisch in eine Konversation hineinzupoltern, bewegt sich gegen null.

Jetzt frage ich mich zwei Fragen:

  1. Wie kann man als Benutzer von Seiten, die dafür keine Werkzeuge bereitstellen, sowohl in einer internationalen Lingua Franca als auch in der Muttersprache teilnehmen und mit allen Freunden halbwegs gleichmäßig in Kontakt zu bleiben?
  2. Wie kann man eine Plattform bauen, die etwas bereitstellt, um den Usern bei dieser Problematik zur Seite steht? Ein ganz gutes Beispiel, wie so etwas funktionieren kann, ist Qype,1 wo man zu jedem Ort in verschiedenen Sprachen Reviews anlegen kann.

Ideen?

Und ja, mir ist die Ironie der Sache bewußt, daß ich diesen Text jetzt gleich noch in einer Management Summary übersetzen werde, um von Freunden weltweit Meinungen einzuholen.

  1. Die haben sowieso sehr viel richtig gemacht, schade, daß sie sich mit dem Redesign sehr viele Sympathien verspielt haben. []

Falsche Aussprache, mit Absicht

Beim guten Herr Kottke gibt es im Moment einen Artikel samt Kommentaren, der mich in den Wahnsinn treibt. Es geht dabei im Worte, die mit Absicht falsch ausgesprochen werden, weil, ja.. weil – da bin ich etwas überfragt. Beispiele: Burzeltag. Compuper. Wenn kleine Kinder oder Leute, die gerade die Sprache lernen, das machen, dann kann das ja ganz süß oder nett sein. Wenn es dialektbedingt ist – auch okay.

Aber wenn Menschen, die der jeweiligen Sprache mächtig sind, das mit Absicht machen, um süß oder lustig zu wirken – dann steigt bei mir wirklich der Blutdruck. Und ich habe den Drang, diese Person zu schütteln: Du bist eine Person irgendwo zwischen 18 und 80 – kein kleines Kind mehr. Was ist los mit Dir? Niemand findet Dich deswegen süßer oder liebenswerter. Hoffe ich zumindest.

Oh Mann. Burzeltag.

Blümerant

So fühle ich mich heute schon den ganzen Morgen.
Und für die Leute, die das Wort nicht kennen, hilft das Forum deutsche Sprache weiter:

der Begriff stammt aus der Studentensprache des 17. Jh. und wurde bei den Franzosen ‘bleu mourant’ (blaßblau) gemopst. [..] Es heißt schwindlig bzw. matt.

Instant Messaging Rüpel

Weil’s halt auch nicht besser geworden ist, nochmal dieser Eintrag vom 8.12.2003:

Eins vorneweg: Ich bin ein Instant Messaging-Junkie. Wenn der Rechner angemacht wird, das erste, was hochgefahren wird, sind ICQ und MSN. An Jabber habe ich mich (noch) nicht getraut, was auch daran liegen mag, dass meine übliche IM-Kommunikationsclientel in den seltensten Fällen gewillt ist, solche offenen und dadurch gerade für technisch völlig Uninteressierte doch recht kompliziert zu benutzenden Systeme für die Kommunikation einzusetzen. Und ja, mir ist durchaus bewußt, dass es Gateways gibt, mit denen man als Jabber-Benutzer auch mit MSN- und ICQ-Kontakten konversieren kann. Darum geht es mir jedoch heute gar nicht.

Eigentlich möchte ich nur mal meinen Ärger über diejenigen loswerden, die es schaffen, in IM-Gesprächen jedwedes Gefühl und Gespühr ür die deutsche Rechtschreibung, Syntax und Grammatik vollkommen außen vor zu lassen. Nicht, dass ich von jeder einzelnen Nachricht erwarte, dass sie den Ansprüchen eines Deutsch-Abiturs genügen, das tun meine ganz gewiss auch nicht, aber in dem Moment, in dem es nicht mehr möglich ist, zu verstehen, was das Gegenüber nun genau ausdrücken will, ist doch der Punkt überschritten, in dem das Medium Instant Messaging nicht mehr zur Kommunikation dient sondern nur noch einem dadaistischem Kunstverständnis Nahrung gibt, das wir nach Loriots Krawehl, Krawehl eigentlich beerdigt glaubten.

Kann es denn wirklich so schwer sein, ab und an ein Komma zu setzen? Muss ja nicht an die richtige Stelle kommen, aber zumindest kann es in einem Schwall von Worten durchaus eine willkommene Pause darstellen.

Bitte, meine Lieben, die Ihr Euch manchmal sowohl mein Weblog als auch meine Konversation in ICQ oder MSN antut: Versucht’s doch. (Und seid mir ob diesen Eintrags nicht allzu böse.. ;-) )

Instant Messaging Rüpel

Eins vorneweg: Ich bin ein Instant Messaging-Junkie. Wenn der Rechner angemacht wird, das erste, was hochgefahren wird, sind ICQ und MSN. An Jabber habe ich mich (noch) nicht getraut, was auch daran liegen mag, dass meine übliche IM-Kommunikationsclientel in den seltensten Fällen gewillt ist, solche offenen und dadurch gerade für technisch völlig Uninteressierte doch recht kompliziert zu benutzenden Systeme für die Kommunikation einzusetzen. Und ja, mir ist durchaus bewußt, dass es Gateways gibt, mit denen man als Jabber-Benutzer auch mit MSN- und ICQ-Kontakten konversieren kann. Darum geht es mir jedoch heute gar nicht.

Eigentlich möchte ich nur mal meinen Ärger über diejenigen loswerden, die es schaffen, in IM-Gesprächen jedwedes Gefühl und Gespühr ür die deutsche Rechtschreibung, Syntax und Grammatik vollkommen außen vor zu lassen. Nicht, dass ich von jeder einzelnen Nachricht erwarte, dass sie den Ansprüchen eines Deutsch-Abiturs genügen, das tun meine ganz gewiss auch nicht, aber in dem Moment, in dem es nicht mehr möglich ist, zu verstehen, was das Gegenüber nun genau ausdrücken will, ist doch der Punkt überschritten, in dem das Medium Instant Messaging nicht mehr zur Kommunikation dient sondern nur noch einem dadaistischem Kunstverständnis Nahrung gibt, das wir nach Loriots Krawehl, Krawehl eigentlich beerdigt glaubten.

Kann es denn wirklich so schwer sein, ab und an ein Komma zu setzen? Muss ja nicht an die richtige Stelle kommen, aber zumindest kann es in einem Schwall von Worten durchaus eine willkommene Pause darstellen.

Bitte, meine Lieben, die Ihr Euch manchmal sowohl mein Weblog als auch meine Konversation in ICQ oder MSN antut: Versucht’s doch. (Und seid mir ob diesen Eintrags nicht allzu böse.. ;-) )